Grundlegend zur wirksamen Anwendung ist je nach Schule die Beherrschung einer überschaubaren Anzahl von Grundtechniken und deren Variationen, die die Ausführung an verschiedenen Körperbereichen erlauben, um so eine effektive Reizsetzung zu gewährleisten. Diese Grundtechniken werden für die verschiedenen Körperbereiche als auch das umzusetzende Behandlungsprinzip in Bezug auf

  • Reizort
  • Reizstärke
  • Anwendungsdauer  


angepasst und variiert. Zudem sind für jede Behandlungstechnik basierend auf der Terminologie der chinesischen  Medizin besondere und erweiterte Wirkrichtungen wie z.B.

  • Hitze klären
  • Kälte wärmen
  • Nässe ausleiten
  • Ansammlungen auflösen
  • Leitbahnen durchgängigmachen
  • Schweiß an die Oberfläche holen
  • Qi- und Xue-Zirkulation anregen


definiert. Durch die Umsetzung dieser spezifischen Wirkungen ergeben sich die folgenden allgemeinen Wirkungen des Tuina:
 

  • Mobilisation von Gelenken
  • Beeinflussung der Zang Fu
  • Mobilisation von Qi und Xue
  • Harmonisierung des Organismus
  • Durchgängigmachen von Leitbahnen
  • Beseitigung von Schwellung und Blutstau
  • Vertreibung von Einflüssen äußerer Agentien
  • Korrektur von Verklebungen an Muskeln und Sehnenscheiden
  • Korrektur gegenläufiger/gestauter Energie im Inneren des Körpers


Wie auch in der Tradition der abendländischen Medizin gilt es auch in der chinesischen Medizin sich vorab über das klar zu sein, was man eigentlich behandeln möchte. Ist dieser Prozeß der Erstellung einer Syndromdiagnose (chin.: Bian Zheng) vollendet, läßt sich dies in grundlegende und erweiterte Behandlungsprinzipien und -strategien formulieren.